Wie du in stressigen Momenten, den Kontakt zu dir nicht verlierst

Wir alle kennen sie - Momente in denen uns einfach alles überkommt. Im Normalfall bleibt es auch nicht bei einem einzigen Augenblick, sondern der Stress zieht sich oft durch Tage, über Wochen, bis hin zu Monaten. Wir laufen am Limit, übergehen unsere Grenzen und hoffen innerlich, dass er endlich kommt, der Tag an dem alles ein wenig leichter wird.


Unser Körper trägt uns auch an diesen Tagen durchs Leben. Er ist selbst dann für uns da, wenn uns alle zu viel wird. Doch genau in dieser Zeit bestrafen wir uns (auch unbewusst) oft mit schlechter Ernährung, wenig Schlaf und fehlender Motivation. Was mir super gut hilft, ist mich immer wieder auf mich selbst zu zentrieren. Mich mit mir zu verbinden und ganz viel Spürbewusstsein für meinen Körper zu entwickeln. Wie ich das mache, zeige ich dir heute


1. Egal wie viel Stress wir haben, es ist unglaublich wichtig zu trinken. Wenn du schon weißt, dass die Flüssigkeitsaufnahme tagsüber ziemlich leiden wird, kannst du gezielt vorbeugen, in dem du zum Zähneputzen schon zwei Gläser Wasser trinkst und am besten nochmal bevor du ins Bett gehst. Ich habe auch immer wieder einen Timer in meinem Handy, der mich daran erinnert.


2. Bewege dein Becken! Unser Becken ist nicht nur unsere Körpermitte, unser Zentrum für Sexualität und Weiblichkeit, sondern dort sitzen auch alle möglichen Emotionen. Im Alltag sind wir oft super steif und fest, deshalb ist in uns vieles nicht im Fluss. Wenn du bewusst beginnst dein Becken zu kreisen, oder zu kippen, bringst du ein bisschen Bewegung in deinen Stillstand. Und es kommt alles ein wenig mehr ins fließen.


3. Setze dir einen Anker! Ich verbinde oft Tätigkeiten mit Erinnerungen. Das kann z.B. so aussehen, dass jedesmal wenn ich eine Türklinike anfasse, ich mich frage, wie es mir gerade geht. Oder jedesmal wenn du einen Schluck trinkst, dir kurz sagst, dass du dich liebst. Du wirst sehen, so ist es viel einfacher sich Stück für Stück mehr auf sich selbst zu fokussieren.


4. Genau dann, wenn der ganze Stress abfällt und wir endlich mal Zeit haben, legen wir uns auf die Couch und haben einen Moment Ruhe. Den verbringen wir am liebsten direkt mit dem Handy in der Hand. Denn "das ist ja Entspannung" reden wir uns ein. Ist es nicht! Sich in das Leben der anderen zu flüchten, ist keine Entspannung sondern Ablenkung. Dein Körper hat davon nämlich rein gar nichts. Leg dich in die Wanne, geh eine Runde spazieren oder was mir immer sehr hilft: Position des Kindes (aus dem Yoga) und einfach mal kurz den Kopf in die Matte sinken lassen.


5. Musik hilft! Entweder selbst Musik machen, oder laut Musik hören. Einfach mal kurz alles abschütteln, im Auto auf der Kurzstrecke laut mitsingen oder ganz bewusst ein paar Klaviermusik Töne zur Entspannung. Musik hilft uns, uns zu zentrieren. Und ich liebe es ja, ein paar Töne auf der Gitarre zu klimpern :)


Dein Körper wird es dir danken. Denn die Kommunikation zwischen Körper und Geist ist sooo wichtig und nicht zu unterschätzen. Wenn wir stressige Phasen überstehen und unser Körper so tapfer durchhält, ist es oft der Fall, dass wir nach Stressabfall krank werden. Und dann beginnt sofort die nächste Abwertung: Boha so so scheiss, dass ich genau JETZT krank bin. Und rein mit Antibiotikum und Schmerztabletten.

Sei liebevoll mit dir! Bedanke dich bei deinem Körper, dass es schwere Zeiten gut durchhält und stark für dich ist. Und gönn deinem Immunsystem auch mal eine Auszeit. Krank sein gehört manchmal einfach dazu.



Bilder: Alena Rohmann :-*