Wenn du noch nicht da bist, wo du gerne wärst.

Nur für den Fall, dass du dich gerade unfassbar selbst unter Druck setzt: Es ist absolut okay, dass noch nicht alles so ist, wie du es gerne hättest. Es ist total okay, dass noch nicht jede aufgewühlte Sache in dir, einen neuen Platz gefunden hat, an dem sie zur Ruhe kommt. Es ist okay, immer noch alleine zu sein, während alle um dich rum heiraten. Es ist in Ordnung dein zweites Bier in deiner Lieblingsbar zu bestellen, während dein engstes Umfeld gerade hochschwanger zuhause sitzt. Es ist in Ordnung noch nicht den Erfolg zu haben, den du gerne hättest. Und sowieso ist es absolut in Ordnung, noch nicht allen Papierkram erledigt zu haben. Es bringt dir nichts, dich mit anderen zu vergleichen. Es ist dein Leben.


Ich erwische mich in den letzten Wochen oft hart mit mir selbst in der Kritik. Ich würde zu wenig Disziplin in meiner Arbeit haben, nicht genug Perfektionismus und allgemein könnte ich echt mal wieder mehr arbeiten. Und es ist vermutlich sogar die Wahrheit. Doch es ist nicht immer wichtig in allen Bereichen des Lebens stark zu sein. Aktuell esse ich sehr gesund, mach jeden Tag Yoga, spiele täglich Gitarre. Ich habe in den letzten Monaten eine Trennung verarbeitet, mein Buch geschrieben und eine komplette Wohnung neu eingerichtet. Reicht das nicht auch mal um am Ende des Tages einfach mit gutem Gewissen ins Bett zu gehen?


Der Weg ist das Ziel und manchmal reicht es auch sich auf dem Weg immer wieder bewusst zu werden, dass wir richtig sind. Manche Wege sind weit, steinig und birgen viele Höhen und Tiefen. Nicht das Ziel alleine ist das, was den Weg so attraktiv macht. Sondern das was wir während unserer Reise alles erleben, aushalten und mitnehmen. Es ist okay, wenn du noch nicht am Ziel bist. Es ist okay, wenn du anders bist, es ist okay wenn sich deine Prioritäten verschieben. Und esist verdammt nochmal auch okay, wenn sich dein Ziel auf dem Weg ändert. Wir müssen nicht jeden Weg, den wir uns vornehmen, bis zu Ende gehen. Wir dürfen abbrechen, wir dürfen umkehren, wir dürfen die Richtung ändern. Es werden Phasen kommen, da werden wir rennen, da werden wir losgehen und nicht mehr stehen bleiben wollen. Und dann gibt es Tage an denen wir auf der gleichen Stelle stehen bleiben und träumen. Und alles darf sein. Weil niemand dir vorschreiben kann, in welchem Tempo du dich entwickeln musst. Es ist dein Leben. Übernimm Verantwortung. Und höre gerne ab sofort auf, dich unter Druck zu setzen.