Ich möchte mein Leben ändern. Wie fange ich an?

Viele Menschen fragen mich immer wieder, wie ich an diesen Punkt gekommen bin, an dem ich heute stehe. Wie habe ich mich rausgekämpft aus Depression und Panikattacken und wie hat es begonnen, dass ich wieder Verantwortung und Kontrolle über mein eigenes Leben übernommen habe?


Was sind die grundlegenden Dinge, die ich direkt JETZT umsetzen kann? Ich habe das heute für euch mal in zwei Bereiche gefasst!


Ganz wichtig: Der erste Impuls

Als erstes ist es extrem wichtig auf seinen inneren ersten Impuls zu hören. Ich glaube ich hatte sowas schon immer, habe es dann irgendwie verlernt, oder es erst richtig erforscht als ich krank wurde. Meinem ersten Impuls nicht nur zu vertrauen, sondern auch den Mut zu haben, ihm nachzugehen ist einer der wichtigsten und wesentlichsten Punkte auf dem Weg in deine innere Mitte. Denn jedes Mal wenn dieser Moment kommt in dem du dich intuitiv für etwas entscheidest und dem auch nachgehst, entscheidest du dich damit zu 100 % für dich. Umso häufiger du dich zu 100 % für dich entscheidest das du intensiver und stärker wird auf den Selbstvertrauen. Du weißt irgendwann, dass du dich auf dich verlassen kannst. Natürlich sind auch manchmal Entscheidungen dabei, die im ersten Moment nicht richtig aussehen, aber trotzdem war auch diese Erfahrung im Nachhinein für irgendetwas gut. Und da kann ich dir Mut machen – den ersten Impuls kann man trainieren. Das beginnt schon bei einer Bestellung im Restaurant, morgens vorm Kleiderschrank oder genau in den Momenten, in denen du eigentlich etwas sagen möchtest, aber plötzlich spürst, dass dein Herz schneller schlägt. Und du es dann meistens doch nicht tust. Das sind die Augenblicke in denen du lernen kannst, für dich einzustehen.


Und danach: Grauzonen bilden

Ich war in meinem Leben immer irgendwas zwischen unglaublich laut und extrem leise. Es geht darum Grauzonen zu schaffen. Zwischenräume. In denen du nicht ganz oder gar nicht sein musst. Ich war mein Leben lang gefangen zwischen zwei unterschiedlichen extremen. Ich war auf der einen Seite immer sehr dankbar sehr glücklich laut und anders. Und auf der anderen Seite war ich sehr unzufrieden hin und hergerissen und verzweifelt. Natürlich ist der auf einer Seite die Pubertät dran schuld aber auf der anderen Seite wäre hier auch mal kurz die Anmerkung angebracht das Hormone wirklich Gift für Frauen sein können. (Sorry liebe Pharmaindustrie, wenn man mich fragt an welchem Punkt in meinem Leben ich das Gefühl hatte dass mein Körper komplett mir gehört und ich wirklich in meiner Mitte bin, dann ganz klar: nachdem ich meine hormonelle Verhütung beendet habe!). Erlaube dir doch mal, ein „aber“ durch ein „und“ zu ersetzen. Zwei Dinge gleichzeitig stehen zu lassen. Total glücklich, aber trotzdem traurig zu sein. Genehmige dir Tage, an denen es nicht „supergut“ oder „superschlecht“ ist. Es geht darum Grauzonen zu finden in denen auch mal zwei Dinge gleichzeitig sein dürfen. Wir alle kennen diese Morgende an denen wir aufstehen und in unserem Körper nicht wohl fühlen irgendwas einfach nicht passt und trotzdem es irgendwie grad „okay“ ist. Es ist okay, wenn wir uns an diesen Tagen trotz all der Dankbarkeit über dieses Leben, uns auch mal schlecht fühlen dürfen. Es geht darum nicht immer perfekt sein zu müssen, wir interpretieren unsere Gedanken oft falsch und lassen uns zu schnell verleiten. Erlaube dir selbst, Dinge auch mal anders zu machen, gleichzeitig anzufangen und nebeneinander stehen zu lassen. Wir müssen nicht immer alles gleich und sofort entscheiden. Und ich möchte dich dazu ermutigen, dir deine eigene Grauzonen zu schaffen. Zwischenräume, Pausenräume, time out Zeiten, nenne es wie immer du möchtest. Wir genießen viel zu wenig das Hier und Jetzt.